7. Mai > Sicherheit, Bürgernähe und Teilorte > Siegfried Schneider

Text von Siegfried Schneider

Laupheim hatte in den vergangenen Jahren verstärkt Probleme mit Vandalismus. Welche Maßnahmen ergreifen Sie, um dem beizukommen?

Die Laupheimer Vereine bieten allen Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten, sich aktiv und sinnvoll in ihrer Freizeit einzubringen, z. B. in den Bereichen Sport, Musik oder Feuerwehr. Die Stadt hat dafür moderne Sportstätten, Spielplätze und andere Infrastruktur geschaffen. Doch leider gibt es eine Minderheit von Jugendlichen, die sinnlos öffentliche Einrichtungen bewusst beschädigen und zerstören. Dies ist leider ein gesellschaftliches Problem, welches die Stadt nicht allein lösen kann. Wo möglich, sollte eine Überwachung eingerichtet werden, um die Verursacher ermitteln und zur Rechenschaft ziehen zu können. Auch, wenn sich diese Gruppen dann andere Plätze suchen. Daher sind wir alle gefordert, die Augen aufzuhalten und die Jugendlichen mutig anzusprechen.

Welche Bevölkerungsgruppen kommen aus Ihrer Sicht in Laupheim zu kurz, und was wollen Sie dagegen tun?

Es gibt in Laupheim keine bewusst zu „kurz“ gekommenen Bevölkerungsgruppen. Zwar gibt es Themen wie zum Beispiel mangelhafte Radwege, die den Radfahrern das Leben schwer machen. Lösungen sehe ich in der raschen Umsetzung der seit Jahren vorliegenden Verkehrskonzepte. Ulmer Straße und Kapellenstraße sind ein hoffnungsvoller Anfang. Auch für die vielen privaten und gewerblichen Bauwilligen ist es eine Herausforderung, ausreichend Bauplätze zur Verfügung stellen zu können. Neue Bau- und Gewerbegebiete und der eingeschlagene Weg sind weiterzuführen, nämlich Grundstücke und Objekte zu erwerben, um bei Bedarf Tauschflächen anzubieten. Durch den geplanten Abriss unseres Krankenhauses und den Bau des neuen Gesundheitszentrums hoffe ich, dass die Bevölkerung nicht zu kurz kommen wird.

Welche kommunalen Schwerpunkte wollen Sie in den nächsten Jahren in den Laupheimer Teilorten setzen?

Bei den Teilorten ist auf eine stetige Weiterentwicklung zu achten, insbesondere im Bereich der Baugrundstücke und Gewerbeflächen. Dazu gehört ein zügiger Breitbandausbau. Dabei sollten sich die Teilorte nicht zu reinen Wohn- und Schlafstätten entwickeln, sondern sie müssen auch Versorgungsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf aufweisen. Deshalb ist es wichtig, sich für das Versorgungszentrum in Sulmetingen und für die Neue Ortsmitte in Baustetten einzusetzen. Den Erhalt unserer Schulen und ausreichende Kindergartenplätze sehe ich als eine ganz wichtige Aufgabe an. Die Forderung nach einer besseren Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs ist sicherlich berechtigt, was aber auch nur dann umsetzbar ist, wenn die Angebote von der Bevölkerung auch angenommen werden.

© Schwäbische Zeitung, Ausgabe Laupheim vom 7.5.2019

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