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Wahlprüfsteine der SZ

In der Serie "Wahlprüfsteine" bittet die Schwäbische Zeitung die vier Fraktionen um Stellungnahmen zu aktuellen Themen aus der Laupheimer Kommunalpolitik. Die Fraktionen dürfen frei entscheiden, welcher Ratskandidat antwortet. Zur Beantwortung werden ca. 1 - 2 Tage Zeit gelassen. Lesen Sie die Antworten der CDU-Fraktion.

6. Prüfstein - beantwortet von Burkhard Volkholz

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Die Gesellschaft altert. Was wollen Sie für die Senioren tun?

Für Senioren ist das Freizeit- und Sportangebot dank unserer Vereine und Kirchen sehr groß. So bleibt der Wunsch im bisherigen Umfeld den Lebensabend verbringen zu können. Doch die meisten Wohnungen und Häuser sind nicht barrierefrei und können erst nach kostspieligen Umbau unbeschwert genutzt werden. Daher sollte möglichst in der Innenstadt alters- und behindertengerechter Wohnraum geschaffen werden - kein Luxus, sondern bezahlbar.

Im Trend liegen Wohnparks mit Gemeinschafts- und Sporträumen, Café, Ärzten, Einkaufsmöglichkeiten, Hausmeister-Service, regelmäßiger Busanbindung. In diesem Umfeld kann die Anbindung an das gesellschaftliche Leben lange sichergestellt werden. Auch Mehrgenerationen-Häuser führen ältere Menschen und junge Familien unter einem Dach zusammen.

Für die Benutzung von Rollstühlen und Rollatoren sind Niveauangleichungen bei Fußwegen konsequent weiter auszubauen. Hilfreich wäre eine Internetplattform mit allen Angeboten für Senioren. All dies gilt es im Gemeinderat und in Arbeitskreisen zu diskutieren.

(erschienen in der SZ Laupheim am 23. Mai 2014)

5. Prüfstein - beantwortet von Heide Eberle-Schill

Was müssen die nächsten Schritte in der Kleinkind- und Schulkindbetreuung sein ?

Unsere Stadt wächst stetig und es entstehen neue Wohngebiete. Dort benötigen wir dringend neue Krippen- und Kindergartenplätze. Wichtig für uns berufstätige Eltern sind sichere und feste Betreuungszeiten für Kindergarten und Schulkinder. Nach der Kindergartenzeit muss für Grundschulkinder eine übergangslose verlässliche Betreuung sichergestellt sein. Auch in allen Ferien! Denn wer hat schon sechs Wochen Urlaub, wenn wir an die Sommerferien denken. Aber hier sind Grundschulen und fortführenden Schulen auf einem guten Weg.

Mit der neuen Gemeinschaftsschule, die im Schuljahr 2015/16 ihren Betrieb aufnehmen wird, wäre dann eine weitere Ganztagesbetreuung gesichert. Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle auch die Tagesmütter und Tagesväter. Wir sollten alles daran setzen, weitere zu gewinnen und zu unterstützen. Ebenso wichtig ist die Sprachförderung, denn „Sprache ist der Schlüssel zur Bildung“ und muss daher in der Kindergartenbetreuung beginnen. Fördermittel aus Bund und Land müssen regelmäßig beantragt werden.

(erschienen in der SZ Laupheim am 21. Mai 2014)

4. Prüfstein - beantwortet von Christian Striebel

Wie kann die Stadt dem weiter steigenden Wohnraumbedarf unter Berücksichtigung städtebaulicher Aspekte am besten gerecht werden?

Die Devise kann nur lauten: Innen- vor Außenentwicklung! Dies bedeutet Nachverdichtung in der Innenstadt und den Ortskernen durch die Bebauung von Brachflächen und die Umnutzung von Gewerbebrachen. Beispiele sind die ehemaligen Rössle-Brauerei, die Kleemeisterei und das Areal Hotel Post/DRK. Ein Abriss ist in einigen Fällen leider unumgänglich. Bei Großprojekten sollte die Stadtverwaltung dabei Nachbarn, Bürger und Interessensgruppen im Rahmen eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans frühzeitig mit einbeziehen.

Auch durch Sanierungsgebiete und öffentliche Fördermittel (z.B. Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum) können Anreize für den Neubau und die Sanierung innerstädtischen Wohnraums geschaffen werden. Historische Gebäude, Straßenzüge oder Plätze, welche das Laupheimer Stadtbild besonders prägen, müssen jedoch unbedingt erhalten und geschützt werden. Dazu gehören die Anna-von-Freyberg Grundschule, das Café Hermes, das ehemalige Kaufhaus Schurr und der gesamte Obere Marktplatz.

(erschienen in der SZ Laupheim am 17. Mai 2014)

3. Prüfstein - beantwortet von Jens Heidinger

Wie beurteilen Sie die Angebote der offenen Jugendarbeit in Laupheim?

Das Angebot der offenen Jugendarbeit - Schulsozialarbeit, Jugendzentrum, Jugendhaus - ist gut, aber ausbaufähig. Denn in der Auslastung der Räume gibt es Probleme. So hat das Jugendhaus nur an bestimmten Tagen geöffnet, das JuZe den ganzen Sommer geschlossen. Die CDU will daher die Eigeninitiative der jungen Menschen fordern und fördern, z.B. durch Workshops - teils mit finanzieller Unterstützung der Stadt. Dadurch könnte die Auslastung die Jugendräume vergrößert und an mehr Tagen ein attraktives Programm angeboten werden.

Dies sollte allerdings von den Jugendlichen selbst gestaltet werden. Denn nur die wissen am Besten was sie interessiert und begeistert. So ist eine Internet- Plattform denkbar, auf der die Jugendlichen ihre Ideen und Vorschläge einbringen können. Vereine oder andere Organisationen können diese Ideen aufgreifen und realisieren. Dadurch könnte die Vereinsarbeit mit der offenen Jugendarbeit sinnvoll verbunden werden. Ein Gewinn für beide Seiten!

(erschienen in der SZ Laupheim am 15. Mai 2014)

2. Prüfstein - beantwortet von Franz Romer

Was kann und sollte der Gemeinderat für den Erhalt des Laupheimer Krankenhauses tun?

Die Maxime des Gemeinderates kann nur lauten: unser Krankenhaus und Pflegeheim weiterentwickeln und dauerhaft sichern! Bei einer immer älter werdenden Gesellschaft muss die wohnortnahe Versorgung hohe Priorität haben. Zusammen mit SANA, Landkreis, Stadt und Ärzteschaft sollte eine leistungsfähige, attraktive und wirtschaftliche Lösung gefunden werden. Ein Medizinisches-Zentrum mit breitem Angebot, einer 24-Stunden-Notfallversorgung und stationären Betten ist unser Ziel. Die Spezialisierung von ärztlichen Leistungen auf hohem Niveau kann ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal sein.

Auch der von der CDU vorgeschlagene städtische Zuschuss von einer halben Million Euro, z.B. für Infrastruktur, bessere Busverbindungen, nahe Kita-Plätze für Pflegepersonal und Ärzte muss diskutiert werden. Für eine gesicherte Zukunft unseres Krankenhauses muss es uns das wert sein! Damit nicht die gleichen Fehler wie in der Vergangenheit gemacht werden, sollten Gemeinderat und Bürgerschaft über die Entscheidungen früh einbezogen werden.

(erschienen in der SZ Laupheim am 10. Mai 2014)

1. Prüfstein - beantwortet von Wilhelm Glocker

Braucht Laupheim ein Parkhaus? Wo soll es hin?

Zur Verkehrs-Entlastung der Innenstadt sind mehr Parkplätze am Stadtrand notwendig. Die einzige und kurzfristig realisierbare Lösung ist ein Parkhaus am jetzigen Parkplatz der Bronner Straße. Mit 3- 4 Ebenen in Stahlbauweise, ca. 10 Meter hoch, durchsichtig und begrünt, wird es den Schlosspark wenig stören, so wie damals, als dort noch Häuser standen. Dieses Parkhaus könnte Dauer - und Kurzzeitparker aufnehmen und dazu beitragen, dass die Parksituation im Bereich der Oberen Mittelstraße verbessert würde. Die marode Tiefgarage könnte dann abgerissen und die Fläche dem Schlosspark zurückgegeben werden.

Längerfristig könnte ein zweites Parkhaus am Platz des ehemaligen Gasthauses Raben entstehen und die Parker aus Schulzentrum, Mittel- und Rabenstraße aufnehmen. Dies würde ebenfalls zur Verkehrsberuhigung der dortigen Situation führen. Dauerparker erhalten die Möglichkeit, in den Parkhäusern Stellplätze anzumieten, die Kurzzeitparker profitieren von günstigen Parkgebühren. Das Thema muss die Verwaltung und der neue Gemeinderat schnell lösen.

(erschienen in der SZ Laupheim am 7. Mai 2014)