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Burandt ist Kandidat für Bundestagswahl - 14.3.17

Natterer siegt bei CDU-Nominierung

Laupheimer Christoph Burandt setzt sich bei Duell um Listenplatz 25 durch

Von Siegfried Großkopf

Brochenzell - Die CDU Württemberg-Hohenzollern hat am Samstag in Brochenzell ihre Landesliste für die Bundestagswahl am 24. September aufgestellt. Der große Gewinner heißt Christian Natterer aus Wangen. Der 36-jährige Diplom-Kaufmann setzte sich bei der Bezirksvertreterversammlung am Samstag in Brochenzell locker schon im ersten Wahlgang gegen drei Mitbewerber auf Platz 9 durch. Er erhielt 90 von 157 Stimmen. Die prognostizierte enge Auseinandersetzung blieb aus.

Deutlich schwerer hatte es der Bundestagsabgeordnete Waldemar Westermayer aus Leutkirch vom Kreisverband Ravensburg. Er musste als Einziger in den zweiten Wahlgang, nachdem er im ersten Durchlauf mit 72 Stimmen das Quorum von 50 Prozent nicht erreicht hatte. 81 Stimmen beim zweiten Durchgang (52,9 Prozent) sicherten ihm einen klaren Vorsprung vor seinen Mitbewerbern von den Kreisverbänden Alb-Donau-Ulm und Reutlingen um den Listenplatz 14. "Unser Land ist zu schade, um von Sahra Wagenknecht und Katrin Göring-Eckardt verantwortet zu werden", betonte der Leutkircher Stadtverbandsvorsitzende, der auf das Erreichte in seiner Mandatszeit in der Nachfolge von Schavan und Schockenhoff hinwies und empfahl, mit Jugendlichen zu reden, die politisch nicht so desinteressiert seien wie oft kolportiert.

Christian Natterers ärgste Rivalin, Gabriele Gaiser aus Reutlingen, erhielt trotz einer guten Vorstellung nur 40 Stimmen, der Bundestagsabgeordnete Heinz Wiese vom CDA Württemberg-Hohenzollern deren 18. Bewerber Walter Haimerl vom Kreisverband Alb-Donau-Ulm bekam nur neun Stimmen. Natterer hatte die mit Abstand beste Vorstellung abgeliefert und den längsten Beifall erhalten. Er zeigte sich "überwältigt" vom Ergebnis.

Die nächste Bundestagswahl wird wie keine zuvor", vermutet Natterer, der mit Aussagen wie: "Kinder gehören in die Schule und nicht vor den Traualtar", oder: "Wer das nicht will, kann uns gerne wieder verlassen", zu frenetischem Zwischenapplaus animierte. "Wir sind die Partei der Familien und der Leistungsfähigkeit", stellte er fest, um gegen die kalte Progression und für ein Auslaufen des Soli zu werben. Mit Letzterem wolle er nicht "heruntergewirtschaftete Kommunen in NRW" sanieren. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz stelle rückwärtsgewandte Forderungen auf. Man wolle ihn aber nicht unterschätzen, wie Abstimmungsergebnisse in Großbritannien und den USA nahelegen.\pard

Isolde Weggen verliert
Den Listenplatz 20 gewann der 26-jährige Student Maximilian Klingele aus Bad Waldsee mit 82 von 153 Stimmen vor Isolde Weggen aus Biberach und Stephan Werhahn vom Kreisverband Alb-Donau-Ulm. Um den Platz 25 unterlag Carola Uhl aus Bermatingen (Kreisverband Bodenseekreis) Christoph Burandt vom Kreisverband Biberach. Die Plätze 30, 36, 41, 46 und 52 sicherten sich Susanne Stehle (Zollernalb), Sabine Maier (Sigmaringen), Alice Dorison (Tübingen) und Katharina Burger (Sigmaringen). Neben Carola Uhl steht Axel Häberle aus dem Bodenseekreis auf Platz 57 der Liste.

Foto: SZ/Siegfried Grosskopf

Bezirksvorsitzender Thomas Bareiß (von links) mit den gewählten Maximilian Klingele (Bad Waldsee), Katharina Burger (Sigmaringen), Susanne Stehle (Zollernalb), Christian Natterer (Wangen), Sabine Maier (Sigmaringen), Christoph Burandt (Kreisverband Biberach), Alice Dorison (Tübingen), Simon Klaiber (Sigmaringen), Axel Häberle (Bodenseekreis) und Waldemar Westermayer (Leutkirch).

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Kreisausgabe Biberach vom 14.3.2017