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Leserbrief zu "Frauen in den Kreistag" - 27.1.14

Leider nicht veröffentlicht

Zum Presseartikel in der SZ „Frauen in den Kreistag starten zur Kreistagswahl“ vom 27.01.2014

Beim Lesen des Artikels könnte man fast glauben, dass es Frauen in der Politik absolut schwer haben! Von bisher wenigen Chancen auf den üblichen Parteilisten ist hier zu lesen. Da sollte man dann doch einen etwas differenzierteren Blick anwenden. Gerade die etablierten demokratischen Parteien in unserem Land haben in der Vergangenheit die „Frauenquote“ eingeführt. Bei jeder anstehenden Wahl, ob als Delegierte/-r zu Parteitagen oder Gremien und selbst bei Vorstandswahlen ist immer auf das Frauenquorum zu achten. Manche Parteien haben in ihren Statuten stehen, dass sogar bei Listenplatzvergaben auf eine Frau ein Mann folgen muss und das fortführend in dieser Reihenfolge.

Nein, zu wenige Chancen gibt es für Frauen in unserem Landkreis Biberach bestimmt nicht. Man kann auch ohne Parteibuch auf einer der etablierten Parteienlisten kandidieren. Jetzt wo wieder Kandidatinnen und Kandidaten für die kommenden Kommunalwahlen gesucht werden, ist wieder mal zu erkennen, dass die Bereitschaft für eine Kandidatur leider nur sehr gering ist. Man könnte sich fragen, woher dieser Umstand herrührt?! In der Kommunalpolitik fallen die Entscheidungen immer sehr nah am Bürger. Ist mal eine Entscheidung unbequem und für die Mitbürger nicht nachvollziehbar, kann daraus leider auch Unmut gegen Mandatsträgerinnen und -träger auftreten. Dabei sind die Kommunalpolitikerinnen und -politiker dem Gemeinwohl verpflichtet und entscheiden stets mit bestem Wissen und Gewissen, frei und unabhängig. Dies gilt ebenso für demokratische Parteien, es gibt auf Kommunalebene definitiv keinen Partei- und Fraktionszwang!

Wer also für seine Stadt oder Gemeinde Verantwortung übernehmen möchte, darf sich gerne melden. Frauen werden mit Handkuss bestimmt bevorzugt genommen!

Christoph Burandt, Stadtverbandsvorsitzender CDU Laupheim