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G. Glaser kritisiert Agrarpolitik der EU - 3.5.13

Bei der Hauptversammlung des CDU-Stadtverbands entfacht der Gastredner eine lebhafte Diskussion

Laupheim (sz) - Nur 15 Mitglieder sind zur Jahreshauptversammlung des CDU-Stadtverbands in die Gaststätte Gartenheim gekommen. Darunter war auch der frühere Bundestagsabgeordnete Franz Romer.

In seinem Bericht erläuterte Vorsitzender Wilhelm Glocker die Aktivitäten des vergangenen Jahres und freute sich besonders über die Reaktivierung der Jungen Union in Laupheim. Der Nachwuchs für die Partei sei wichtig, um mit Schwung und frischen Ideen zu überzeugen. In dem Zusammenhang kündigte Glocker an, bei den nächsten Vorstandswahlen im März 2014 nicht mehr als Vorsitzender zu kandidieren.

Danach berichtete Schatzmeister David Combeller über die positive Finanzlage des Stadtverbandes.

Der Hauptredner des Abends, Gerhard Glaser aus Schemmerhofen, der als Kandidat des CDU-Kreisverbandes Biberach für die Europawahl 2014 bei der Delegiertenversammlung am 13. April in Ertingen durch den CDU-Bezirksverband Württemberg-Hohenzollern nicht nominiert wurde, referierte über Europa. Dabei äußerte er sich durchaus kritisch, insbesondere zur Agrar- und Subventionspolitik der EU. Manche Landwirte erzielen 50 Prozent ihrer Einkünfte durch Subventionen, dies könne so nicht richtig sein. Obwohl die Bevölkerung immer mehr wachse und die Energie immer knapper werde, könnten viele Landwirte nicht mehr kostendeckend wirtschaften, da die EU immer höhere Standards festlege, die jeweils mit höheren Kosten verbunden seien.

Qualität kostet ihren Preis
Weitere Themen, die sich aus der lebhaften Diskussion ergaben, waren die „billigen Lebensmittel“, die vom Verbraucher zwar gewünscht würden, aber teils ohne Transparenz aus zwielichtigen Produktionen und Ländern stammten. Der Verbraucher müsse bereit sein, für gute Qualität einen höheren Preis zu zahlen. Am besten fahre man mit regionalen Produkten.

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Ausgabe Laupheim 3.05.2013