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CDA besucht Hospital z. Heiligen Geist - 10.4.15

Wohnformen für Senioren und Informationen aus der Pflegepraxis

Einen höchst informativen und beeindruckenden Abend konnten die Vorstandsmitglieder der Sozialausschüsse im Kreis Biberach (CDA) und Alb-Donau-Ulm gemeinsam mit der Vorstandschaft der Biberacher Kreisfrauenunion am 10. April 2015 in Laupheim verbringen. Die Biberacher CDA-Vorsitzende Petra Romer-Aschenbrenner organisierte die Besichtigung des Laupheimer Seniorenzentrums Hospital zum Heiligen Geist.

Diese 2007 in Betrieb genommene Anlage besteht aus drei Elementen: der Anna-von-Freyberg Wohnanlage für betreutes Wohnen, in der ältere Menschen ab 65 Jahren in eigenen Appartements noch weitestgehend ohne Hilfe leben können, dem Senioren-Pflegeheim mit 93 stationären Plätzen sowie dem ambulanten Pflegedienst der Sozialstation Laupheim-Schwendi, der sich um insgesamt 130 Menschen kümmert.

Zwei Besonderheiten zeichnen die Wohnanlage ganz speziell aus: Sie ist eines der wenigen Angebote in Baden-Württemberg, die sich in kirchlicher Trägerschaft befindet und sich somit auch dem christlichen Leitbild verpflichtet fühlt. Und das Essen wird direkt vor Ort in der eigenen Küche frisch zubereitet und kann somit jederzeit flexibel an die Bedürfnisse der Bewohner angepasst werden.

Der Leiter der katholischen Kirchen- und Hospitalpflege, Herr Eugen Moll nahm sich zwei Stunden Zeit, um die interessierten Vorstandsmitglieder zu informieren. Die dominante Senioren-Wohnanlage befindet sich mitten im Laupheimer Stadtzentrum und grenzt in Richtung Osten direkt an die schöne Grünanlage des Schlossparks an. So ist es ein Haus „mitten im Leben“. Es öffnet sich beispielsweise durch einen offenen Mittagstisch den Laupheimer Bürgerinnen und Bürgern: ohne Vorbestellung kann im Café Kontakt täglich ein Mittagessen eingenommen werden.

Herr Moll erläuterte den Gästen die schwierigen Rahmenbedingungen, unter denen solche Wohnanlagen geführt werden müssen. Die Finanzierungsvorgaben sind äußerst knapp bemessen, so dass dadurch ein ständiges Spannungsfeld zwischen dem hohen Qualitätsstandard, der im Haus gelebt wird und den knappen finanziellen Mitteln besteht. Dazu kommt, dass die zu vergebenden Ausbildungsplätze immer schwerer mit jungen Menschen zu besetzen sind, die in der Lage sind, die anspruchsvolle Krankenpflegeausbildung zu absolvieren.

Da an der Veranstaltung auch die Bundestagsabgeordneten aus Ulm und Biberach Heinz Wiese und Josef Rief teilnahmen, nutzten der Verwaltungsleiter Herr Moll und die Abgeordneten die Gelegenheit zum Austausch über die aktuellen politischen Entwicklungen. Eugen Moll begrüßte die durch das Pflegestärkungsgesetz zu erwartenden Verbesserungen bei den Betreuungskräften. Die beiden Abgeordneten Wiese und Rief nahmen gerne seine Anregung zu einer besseren Koordination der Kontrollgremien mit. „Das wäre eine echte Hilfe und würde unnötigen Mehraufwand vermeiden“, so Moll.

Die Vorstandsmitglieder waren vom Leistungsspektrum, der Professionalität und der schönen Räume der Seniorenwohnanlage sehr beeindruckt – herzlichen Dank an Herrn Moll für den gelungenen Abend!

© Fotos von Burkhard Volkholz