Abschiedszeilen von Christoph Burandt 2.2.18

Christoph Burandt mit seinem Nachfolger Siegfried Schneider (re),

Liebe Parteifreundinnen und Parteifreunde,

ich möchte mich heute mit diesen Zeilen von Ihnen verabschieden. Meine berufliche Zukunft erfordert einen Ortswechsel ins schöne Kempten im Oberallgäu. Dort absolviere ich gerade ein Aufbaustudium auf meine Krankenpflegeausbildung in „Geriatrische Therapie, Rehabilitation und Pflege“ zum Bachelor of Science. Seit meinem Parteieintritt im September 2006 habe ich viele schöne Momente und interessante und tolle Begegnungen erleben dürfen. Dafür danke ich Ihnen ganz herzlich. Meinen Kritikern darf ich besonders danken, da die vornehmste Aufgabe der Kritik ja der Wunsch nach einer positiven Veränderung ist. Dies habe ich immer versucht zu reflektieren und auf meinem politischen Weg zu beachten.

In den verschiedensten Funktionen war ich für den CDU-Kreisverband Biberach in Bezirk, Land und Bund gerne unterwegs. Daher möchte ich mich bei all denjenigen Mitgliedern recht herzlich bedanken, die mir bei den Delegiertenwahlen Ihr Vertrauen ausgesprochen haben. Sie haben mir dadurch einen Weg in die Politik bereitet, der in dem Mandat als Kreisrat und dem zweimaligen Listenplatz bei den vergangenen Bundestagswahlen mündete.
Mir war immer das „C“ in unserer Partei sehr wichtig. Selbst als Diözesanrat konnte ich auf die vielen guten Parteikontakte zurückgreifen. Sehr prägend waren die zwei Jahre als Kreispressesprecher im Kreisvorstand. An dieser Stelle darf ich dem CDUintern-Redakteur Burkhard Volkholz herzlich für das sehr gute Miteinander danken! Die Information ist heute wichtiger denn je, werden doch „Fake news“ heute mehr Beachtung geschenkt, als den tatsächlichen wahrhaften Nachrichten.

Mich treibt hier die Sorge um, dass die Wahrheiten und rechtmäßigen Gegebenheiten bei den kommenden Generationen nicht mehr zur Meinungsbildung beitragen werden. Es ist die Aufgabe eines jeden Einzelnen in unserer Demokratie, sich für die Wahrheit und für Fakten einzusetzen. In Zeiten des Populismus dürfen wir uns als bekennende Parteimitglieder nicht verstecken, zeigen wir uns doch in der Öffentlichkeit mit einem klaren Bekenntnis zu unserer Partei – der CDU.

Ich wünsche mir eine lebendige Diskussion über die Zukunftsthemen und eine Mitnahme der jungen Generation. Der demographische Wandel ist allgegenwärtig und so kümmere ich mich nun beruflich und fachlich um dieses Thema. Doch dürfen wir dabei nicht die weniger werdenden jungen Leute vergessen! Gerade die Junge Union in unserem Kreis ist sehr aktiv und interessiert an der Politik. Man muss dringend dieses einmalige „Saatgut“ bewahren und für die kommende Kommunalwahl im Jahr 2019 gute Listen mit einer Mischung aus „Jung und Alt“ aufstellen. Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit gilt es bei unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern wieder zu erlangen. Bei den vielen Wahlkämpfen war mir immer aufgefallen, dass man den Leuten zuhören muss und mit Sachargumenten sehr gut begegnen kann. Die Begeisterung für unsere Partei darf nicht mehr nachlassen, sonst ist es Aus mit der „Volkspartei“...
Ich wünsche Ihnen persönlich alles Gute, weiterhin die Begeisterung für unsere Partei, vor allem Gesundheit auf allen ihren persönlichen Wegen und den Segen Gottes!

Mit dankbaren Grüßen

Christoph Burandt

(erschienen im CDUintern Biberach 1-2018)